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Kennzeichnung von Schleifscheiben gemäß EN 12413

So lesen Sie das Etikett einer Schleifscheibe: 12 wichtige Elemente, Spezifikationsentschlüsselung, Abmessungen, Drehzahl, Sicherheitspiktogramme und Verfallsdatum.

Schleifscheibenmarkierung gemäß EN 12413 unter einer Lupe
Die Kennzeichnung einer Schleifscheibe nach EN 12413 umfasst zwölf obligatorische Elemente: das Markenzeichen des Herstellers, die Spezifikation des Schleifmittels (Kornart, Körnung, Härte, Bindung), Abmessungen (Durchmesser × Dicke × Höhe), maximale Betriebsgeschwindigkeit (m/s und U/min), Verfallsdatum, EN 12413-Konformitätszeichen, Sicherheitspiktogramme und Zertifizierungszeichen (MPA, oSa). Die Schlüsselspezifikation A 30 S BF bedeutet: Aluminiumoxid, Körnung 30, mittlere Härte, Bakelit-verstärkte Bindung.

12 obligatorische Kennzeichnungselemente

Jede in der EU und der Ukraine verkaufte Schleifscheibe muss gemäß der Norm EN 12413 (Sicherheit von gebundenen Schleifwerkzeugen) gekennzeichnet sein. Diese Kennzeichnung ist der „Pass“ Ihrer Scheibe – sie enthält alle Informationen, die Sie für einen sicheren Betrieb benötigen.

12 obligatorische Elemente auf dem Etikett der Schleifscheibe
1. Markenname des Herstellers oder der Marke (NovoAbrasive)
2. Art des gebundenen Schleifmittels. Zum Beispiel: Typ 41 (flach), Typ 42 (vertiefte Mitte)
3 Abmessungen D×T×H (Außendurchmesser × Dicke × Befestigungsloch)
4 Spezifikation Korntyp, Korngröße, Härte, Bindung (A 30 S BF)
5 Höchstgeschwindigkeit in m/s (z. B. 80 m/s)
6. Maximale Drehzahl in U/min (z. B. 12.200 U/min)
7. Verwendungszweck: Metall, Stahl, Edelstahl, Stein
8 Sicherheitspiktogramme – Symbole für obligatorische persönliche Schutzausrüstung
9 EN 12413 Normkonformitätszeichen
10. Ablaufdatum Ablaufdatum (Monat/Jahr)
11 MPA, oSa oder andere Zertifizierungsmarken
12 Barcode / Artikelnummer Zur Identifizierung und Logistik
Warum ist das wichtig?
Das Fehlen eines dieser Merkmale deutet auf gefälschte oder nicht zertifizierte Produkte hin. Verwenden Sie keine Schleifscheiben ohne vollständige Kennzeichnung – dies gefährdet Ihre Sicherheit. NovoAbrasive-Schleifscheiben sind vollständig nach EN 12413 gekennzeichnet und MPA Hannover zertifiziert.

Spezifikationsdekodierung: Körnung, Körnigkeit, Härte, Bindung

Die Spezifikation der Schleifscheibe besteht aus vier Elementen, die die Haupteigenschaften des Schleifmittels beschreiben. Betrachten wir jedes Element im Detail.

Schleifkornart

Der erste Buchstabe in der Spezifikation gibt das Material an, aus dem die Schneidkörner hergestellt sind:

Markierung Getreideart Für welche Materialien NovoAbrasive-Serie
A Aluminiumoxid (Al₂O₃) Stahl, Eisenmetall, Gusseisen Standard
C Siliciumcarbid (SiC) Stein, Beton, Ziegel, Glas Standard
FÜR Zirkonium-Korund Stahl, Edelstahl (INOX), intensive Arbeit Profi
ALS Spezialkeramik (SG) Legierte Stähle, INOX, industrielle Verwendung Extrem

Körnung

Die Zahl nach der Körnungsbezeichnung gibt die Größe der Schleifpartikel an. Je kleiner die Zahl, desto gröber die Körnung.

Körnung Körnung Typische Verwendung
16–20 Sehr unhöflich Grobschleifen, Abtragen großer Späne
24–30 Rauh Schneiden von dickem Metall, Reinigen von Schweißnähten
36–46 Durchschnitt Am häufigsten für Trennscheiben
60–80 Dünn Feinschliff, Schleifen für die Lackierung
100–120 Sehr dünn Endbearbeitung, Polieren

Härtegrad der Bindung (Härtegrad)

Die Buchstaben A bis Z geben an, wie fest die Bindung die Schleifkörner zusammenhält. Dies beeinflusst die Geschwindigkeit, mit der sich die Schleifscheibe selbst schärft:

Reichweite Härte Merkmal Für welche Aufgaben
AH Weich Das Schleifkorn wird schnell freigesetzt, die Scheibe schärft sich selbst. Harte Metalle, große Kontaktflächen
I–Q Medium Ausgewogenheit von Ressourcen und Produktivität Allgemeine Anwendung
R–T Mittelhart Erhöhte Ressourcen, stabiler Schnitt Trennscheiben, stationäre Ausrüstung
U–Z Solide Maximale Ressourcennutzung, benötigt Strom Weiche Materialien, großer Querschnitt
Härteauswahlregel
Je härter das zu bearbeitende Material, desto weicher sollte die Bindung sein und umgekehrt. Dies gewährleistet eine ständige Erneuerung der Schneidkörner. Für Baustahl ist die optimale Bindung: R–T. Für Edelstahl und legierte Stähle: P–R.

Bindungsart (Bindung)

Das letzte Element der Spezifikation ist die Art der Bindung, die die Körner zusammenhält:

Visuelles Beispiel für die Kennzeichnung

Schauen wir uns die typischen Spezifikationen einer NovoAbrasive-Schleifscheibe genauer an:

A 30 S BF
A — Aluminiumoxid 30 — Körnung (mittel) S — Härte (mittelhart) BF – Bakelitverstärkt

Diese Spezifikation bedeutet: Aluminiumoxid-Schleifscheibe, mittlere Körnung, mittelharte Bindung, verstärkt mit Glasfasergewebe. Dies ist die gängigste Option zum Schneiden und Reinigen von Baustahl.

Farbiger Streifen auf dem Etikett
Zusätzlich zur Textkennzeichnung verwenden die meisten Hersteller eine Farbleiste zur schnellen visuellen Identifizierung:Blau— Metall/Stahl,Grün— Stein/Beton/Ziegel,gelb/blau mit INOX-Markierung— Edelstahl. Dies ersetzt zwar nicht das Lesen der Spezifikationen, hilft aber dabei, schnell das passende Rad im Lager zu finden.

Weitere gängige Spezifikationen:

Abmessungen: Format T×B×H

Die Abmessungen der Schleifscheibe werden im Format T × T × H angegeben, wobei:

Zum Beispiel bedeutet 125 × 1,0 × 22,23: Durchmesser 125 mm, Dicke 1,0 mm, Passung 22,23 mm.

Durchmesser (D) Typische Dicken (T) Landung (H) Werkzeugtyp
115 mm 1.0, 1.2, 1.6, 6.0 22,23 mm Handschleifer 600–800 W
125 mm 0.8, 1.0, 1.2, 1.6, 2.0, 2.5, 6.0, 6.4 22,23 mm Handschleifer 800–1200 W
150 mm 1.6, 2.0, 2.5 22,23 mm Handschleifer 1200–1500 W
180 mm 1.6, 2.0, 2.5, 3.0, 6.0, 8.0 22,23 mm Handschleifer 1500–2000 W
230 mm 1.9, 2.0, 2.5, 3.0, 6.0, 8.0 22,23 mm Handschleifer ab 2000 W
300–400 mm 3.0, 3.5, 4.0 25,4 / 32 mm Stationäre Maschinen, Gasschneider

Geschwindigkeit: m/s und Drehzahl

Jeder Kreis zeigt zwei Geschwindigkeitscharakteristika:

Kreisdurchmesser Maximale Drehzahl (bei 80 m/s) Typische Drehzahlschleifer
115 mm 13.300 U/min 11 000–13 000
125 mm 12.200 U/min 10 000–12 000
150 mm 10.200 U/min 9 000–10 000
180 mm 8.500 U/min 7 500–8 500
230 mm 6.650 U/min 6 000–6 600
Kritische Sicherheitsregel
Die maximale Drehzahl (U/min) des Rades sollte seinNICHT WENIGERDie Arbeitsdrehzahl der Schleifmaschine ist entscheidend. Wenn die Schleifmaschine beispielsweise 12.000 U/min erreicht, die Schleifscheibe aber für 10.200 U/min ausgelegt ist, ist dies gefährlich, da die Umfangsgeschwindigkeit den zulässigen Wert überschreitet und die Schleifscheibe brechen kann.

Sicherheitssymbole

Die Norm EN 12413 schreibt vor, dass auf jedem Kreis Piktogramme angebracht werden müssen, die die erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) kennzeichnen. Diese Symbole sind international gebräuchlich und selbsterklärend:

Beratung
Führen Sie vor der ersten Benutzung einen Klangtest durch: Halten Sie das Rad am Befestigungsloch fest und klopfen Sie leicht mit einem Holzgegenstand dagegen. Ein unbeschädigtes Rad erzeugt einen klaren, hellen Klang. Ein dumpfer Klang oder ein Klappern deuten auf einen Riss hin; das Rad sollte in diesem Fall nicht verwendet werden.
Einlaufen vor der Arbeit
Nachdem Sie eine neue Schleifscheibe auf den Schleifer montiert haben, schalten Sie das Gerät ein und lassen Sie es arbeiten.Mindestens 1 Minute im Leerlauf.Vor dem ersten Schnitt. Halten Sie den Winkelschleifer so, dass die Klinge nicht zu Ihnen zeigt. Dadurch können Sie Unwuchten, Vibrationen oder versteckte Mängel an der Klinge sicher und ohne Anstrengung erkennen.

So überprüfen Sie das Ablaufdatum

Bakelitgebundene (BF) Schleifscheiben haben eine begrenzte Lagerfähigkeit. Das Bakelitharz absorbiert mit der Zeit Feuchtigkeit aus der Luft, was die mechanische Festigkeit der Scheibe verringert.

Das Verfallsdatum ist auf dem Etikett im Format MM/JJJJ (Monat/Jahr) angegeben. Die Standardhaltbarkeit beträgt 3 Jahre ab Herstellungsdatum.

Sachgerechte Lagerung (Empfehlungen der FEPA)

WARNUNG
Verwenden Sie niemals ein Rad, dessen Verfallsdatum überschritten ist. Selbst wenn es äußerlich intakt aussieht, kann die innere Bindungsstruktur geschwächt sein. Die Gefahr, dass das Rad bei Betriebsdrehzahl bricht, stellt eine ernsthafte Gesundheits- und Lebensgefahr dar. Überprüfen Sie das Datum auf dem Etikett VOR jeder Verwendung.

INOX-Kennzeichnung: Was bedeutet sie?

Die INOX -Kennzeichnung auf einer Schleifscheibe ist nicht nur eine Empfehlung, sondern eine Garantie für die chemische Zusammensetzung. Scheiben mit der INOX-Kennzeichnung werden ohne Eisen (Fe) und Schwefel (S) hergestellt.

Warum dies von entscheidender Bedeutung ist:

Die NovoAbrasive-Schleifscheiben der Serien Profi und Extreme für Edelstahl sind mit INOX gekennzeichnet und zertifiziert frei von Eisen und Schwefel. Dies wird durch die MPA Hannover-Protokolle bestätigt.

Wichtig zu wissen
Felgen mit der Kennzeichnung INOX eignen sich auch für normalen Stahl – aufgrund ihrer reineren Zusammensetzung und des kühleren Schnitts funktionieren sie sogar noch besser. Umgekehrt gilt dies nicht: Normale Felgen können nicht für Edelstahl verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet die Kennzeichnung A 30 S BF auf einer Schleifscheibe?

A– Art des Schleifkorns (Aluminiumoxid), 30– Körnung (mittel, für allgemeine Arbeiten), S– Bindungshärte (mittelhart, Skala von A bis Z), BF– Bindungstyp (Bakelit, verstärkt mit Glasfasergewebe). Dies ist die Standardkennzeichnung gemäß EN 12413.

Wie findet man das Verfallsdatum einer Schleifscheibe heraus?

Das Verfallsdatum ist auf dem Felgenetikett im Format Monat/Jahr angegeben (z. B. 03/2029). Für Bakelit-gebundene (BF) Felgen beträgt die Standardhaltbarkeit 3 Jahre ab Herstellungsdatum. Lagern Sie die Felgen gemäß den FEPA-Empfehlungen bei 18–22 °C und 45–65 % relativer Luftfeuchtigkeit.

Was bedeutet die INOX-Kennzeichnung auf einer Schleifscheibe?

Die INOX- Kennzeichnung bedeutet, dass die Scheibe für die Bearbeitung von Edelstahl geeignet ist. Solche Scheiben enthalten kein Eisen (Fe) und keinen Schwefel (S), wodurch Oberflächenverunreinigungen verhindert und die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls erhalten bleiben.

Wie rechnet man Geschwindigkeiten von m/s in Umdrehungen pro Minute (RPM) um?

Formel: Drehzahl (U/min) = (Geschwindigkeit in m/s × 60.000) / (3,14159 × Durchmesser in mm). Beispiel: Für eine 125-mm-Schleifscheibe bei 80 m/s: Drehzahl (U/min) = (80 × 60.000) / (3,14159 × 125) = 12.223 U/min. Die maximale Drehzahl der Schleifscheibe sollte mindestens der Betriebsdrehzahl der Schleifmaschine entsprechen. Nutzen Sie unseren Rechner für eine schnelle Berechnung.

Welche Sicherheitspiktogramme sind auf einer Schleifscheibe vorgeschrieben?

Vorgeschriebene Piktogramme gemäß EN 12413: Schutzbrille (EN 166), Schutzhaube, Gehörschutz, Handschuhe (EN 388), Atemschutzmaske (EN 149). Außerdem wird das Verbot der Verwendung beschädigter Räder und die maximale Drehzahl angegeben.

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